Fluthilfe in Simbach: Volkshilfe war vor Ort

14527667_2118392088386025_274223006_nNach den schweren Verwüstungen durch die Sturmflut in Süddeutschland im Juni diesen Jahres erreichte uns einige Zeit später ein Hilferuf aus dem beschaulichen Simbach am Inn. Kontaktiert hat uns im Namen ihrer ganzen Familie Frau Seidl, welche sich von der Politik im Stich gelassen fühlte. Die Volkshilfe zögerte nicht und half der Familie in ihrer Not. 

Wie wir hier bereits berichteten, wurde das 140 Jahre alte Familienunternehmen Seidl von der Sturmflut schwer getroffen. Mutter, Vater und Tochter, welche die einzigen Angestellten des Unternehmens sind, standen vor dem Ruin. In ihrer Not nahm die Familie Kontakt zu uns auf und erläuterte uns die Lage vor Ort sehr genau. Wir entschlossen uns kurzfristig Vereinsgelder zur Verfügung zu stellen um der Familie unter die Arme zu greifen.

14 Tage nach der Kontaktaufnahme begaben sich drei Vereinsmitglieder auf den Weg aus dem westfälischen Hamm ins tiefste Bayern und erreichten Simbach am späten Nachmittag. Nach der Ankunft machte unsere Abordnung einen Rundgang durch Simbach um sich die aktuelle Lage vor Ort genau anzusehen. Nach den teilweise schockierenden Bildern, ging es zur Familie Seidl, welche sichtlich erfreut war unseren Besuch empfangen zu dürfen.

Nach einem kurzen Gespräch gab es einen Rundgang durch das Haus der Familie. Die Spuren der Vernichtung waren noch deutlich sichtbar und die Verzweiflung sprach aus den Worten der Seidls deutlich heraus. Von der Politik bitter im Stich gelassen, musste die Familie sich aktuell schon verschulden um die Kosten für den Wiederaufbau zu stemmen. Denn Hilfe vom Staat gibt es bisher keine, selbst die Stromkosten für das Trocknen der Wände durch Gebläse müssen selber getragen werden. Herr Seidl erklärte dass ein normales Leben ohne freiwillige Helfer in Simbach bis heute nicht möglich gewesen wäre. Die Simbacher waren sich selbst überlassen, Hilfe aus Berlin gab es keine.

Nach dem Rundgang setzte man sich noch in Ruhe zusammen. Mutter Seidl gab mit Tränen in den Augen ihrem Dank zum Ausdruck, dass es noch junge Menschen gäbe, die einen so weiten Weg auf sich nehmen nur um einer Familie zu helfen die unverschuldet in Not geraten ist. Natürlich kamen wir nicht mit leeren Händen und so wurde es dann Zeit die 500€ zu überreichen, welche wir kurzfristig zur Verfügung stellen konnten. Die Freude der Familie über unsere Hilfe war riesengroß.

Wir haben hier vor Ort wieder bewiesen was uns von anderen Vereinen unterscheidet. Schnelle, unbürokratische Hilfe für Landsleute gibt es eben nur bei unserer Gemeinschaft.

Wer unsere Arbeit dauerhaft unterstützen will, kann sich hier den Mitgliedsantrag herunter laden. Mit 5€ im Monat seid ihr schon dabei.

 

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