Familie aus den Flutgebieten ruft nach Hilfe – Jetzt sind wir gefragt!

Seidl 4 Nachdem wir unsere Hilfsaktion für die von der Sturmflut Betroffenen in Süddeutschland eigentlich abgeschlossen hatten, erreichte uns vor einigen Tagen ein Hilferuf aus Simbach am Inn. Simbach sah nach der zerstörenden Flut im Juni genau so schlimm aus wie Braunsbach, in dem unsere Helfer vor Ort angepackt haben.  Angeschrieben hat uns, im Namen ihrer ganzen Familie, Frau Seidl.

Die Familie Seidl betreibt inzwischen seit 140 Jahren und in vierter Generation eine Druckerei in diesem Ort. Mutter, Vater und Tochter sind die einzigen Angestellten in diesem Geschäft, in welches die Familie ihre gesamten Ersparnisse und ihr ganzes Herzblut gesteckt haben. Die Maschinen die noch im täglichen Gebrauch waren, wurden teilweise noch vom Großvater übernommen. Es handelt sich hier also um ein Unternehmen wie es unserem Ideal kaum näher kommen könnte. Kein Multinationaler Konzern der seine Arbeitnehmer nicht kennt, sondern eine Familie die gemeinschaftlich durch fleißige und ehrliche Arbeit ihren Lebensunterhalt verdient.  

Seidl 1Frau Seidl beschreibt die Ereignisse der Flut in einem Brief an uns wie folgt: „Dann kam das Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 und hat uns alles einfach so ,,weggerissen“. Die Existenz meiner Familie wurde völlig vernichtet. Alle Maschinen in der Druckerei meines Vaters, die gesamte Einrichtung in Druckerei und Laden, die Ware – einfach alles. Nichts ist uns geblieben. Meine Familie steht nunmehr vor einer Katastrophe und ist dringend auf Hilfe von außerhalb angewiesen. Mein Papa hat für seinen Beruf gelebt und würde seine Druckerei gerne wieder aufbauen. Auch unser Geschäft soll wieder aufgebaut werden. Doch ohne Hilfe geht das leider nicht.“

Seidl 3Unschwer ist zu erkennen wie viel Herzblut in diesem Betrieb steckte der vor kurzem noch drei Landsleute ernähren konnte und heute brach liegt. „Zwar haben wir eine Soforthilfe bekommen, aber die Hilfe vom Staat wird noch lange auf sich warten lassen. Die Sanierungsarbeiten müssen wir aber dennoch JETZT durchführen, damit wir den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufbauen können.“

Hier braucht eine deutsche Familie dringend unsere Hilfe und hat sich an unsere Gemeinschaft gewandt. Natürlich werden wir diesen Hilferuf nicht unbeantwortet lassen. Jetzt sind wir gefragt! Die Volkshilfe hat spontan entschieden eine größere Summe Bargeld zur Verfügung zu stellen. In den nächsten 14 Tagen werden die 5 aktiven Ortsgruppen in Hagen, Hamm, Gütersloh, Osnabrück und Ostfriesland weitere Spenden sammeln damit der Betrag weiter wächst. Aber auch ihr seid aufgerufen hier ein Zeichen der Gemeinschaft zu setzen. Hier könnt ihr Spenden.

Seidl 5Nach Ablauf der 14 Tage werden sich Vertreter des Vereins auf den Weg nach Simbach machen und die Spende vor Ort übergeben. Wir dokumentieren das ganze für euch natürlich und ihr könnt euch dann ansehen dass euer Geld wirklich an die Leute geht, denen ihr helfen wollt.

Aber auch Handswerksbetriebe können jetzt helfen. „Ansonsten sind wir gerade dabei, die vorgeschriebenen drei Angebote einzuholen, was die Sanierung angeht, d. h. neu verputzen, Malerarbeiten, Böden verlegen etc. Auch Wände müssen neu gezogen werden, da diese teilweise durch das Hochwasser und teilweise durch unsere Abbrucharbeiten abgerissen wurden. Auch die Heizung muss neu gemacht werden.“ So beschreibt Frau Seidl den aktuellen Stand um die Sanierung und würde sich über Hilfe freuen.

Weitere Informationen zu Familie Seidl gibt es in diesem Beitrag des ARD: http://mediathek.daserste.de/BRISANT/Simbachs-schwerer-Weg-zur%C3%BCck-zur-Normali/Video?bcastId=2673662&documentId=36535150

Wer unsere Arbeit dauerhaft unterstützen will, kann sich hier den Mitgliedsantrag herunter laden. Mit 5€ im Monat seid ihr schon dabei.

 

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