Erster Bericht aus den Flutgebieten

13383719_1816450441912105_1494265305_oUnser Hilfstrupp machte sich Mittwoch, in den frühen Morgenstunden, auf den Weg nach Süddeutschland. Nach der Ankunft in Schwäbisch Hall wurde Kontakt zu den örtlichen Stellen aufgenommen und sich das betroffene Gebiet in Braunsbach genau angesehen. Das Ausmaß der Zerstörung wurde anfangs von uns allen stark unterschätzt, denn die halbe Stadt ist dem Abriss geweiht. Es folgten einige Gespräche mit Einwohnern und eine sehr kurze Nacht, denn schon um 6:00 am nächsten Morgen, hieß es: Fertig machen und Schaufeln packen.

Am Sammelplatz für Helfer gab es dann den ersten Marschbefehl, es galt einen Keller von Schlamm und Öl zu befreien die sich gute 60 cm hoch angesammelt hatten. Damit kein Wasser oder Schlamm mehr nachfließen konnten, musste zuerst ein Staudamm aus Sandsäcken angelegt werden. Was mit frischer Kraft und guter Motivation nur eine Sache von einer halben Stunde war. Danach ging es dann in den Keller um ihn auszuräumen. Es entstand eine Menschenkette die Eimer voller Schlamm und Öl in einen Schuttbehälter befördert und dabei „Glück auf, Glück auf“ singt, weil sich die im Keller eingesetzten Helfer vorkamen wie im Tagebau. Das beschreibt die Lage vor Ort schon sehr gut. 

Denn obwohl unsere Landsleute in Braunsbach teilweise alles verloren haben, ist die Stimmung einfach sehr gut. Das liegt daran dass nicht nur die Stadt selber, sondern die ganze Region zusammen gerückt ist. Europaletten mit Getränken stehen zur freien Verfügung am Wegesrand, an der Essensausgabe stapeln sich die Brote und Brötchen und selbst Obst und Gemüse sind keine Mangelware. Was fehlt ist fließendes Wasser, aber das fehlt allen und nicht nur einigen Wenigen.

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Nachdem der Keller ausgeräumt war und es eine Stärkung gab, wurde unser Trupp aufgeteilt. Die erste Hälfte räumte nun ein Wohnhaus aus, während die zweite wieder in einem Keller eingesetzt wurde. Die Arbeit zog sich dann bis in die späten Abendstunden.

Bei der Arbeit sind wir mit vielen Dorfbewohnern und anderen Freiwilligen ins Gespräch gekommen und haben uns ein sehr gutes Bild von den Menschen machen können. Im Gegensatz zu anderen Aktionen die ihr Geld einfach aus der Ferne überweisen, können wir also wirklich bei jedem gespendeten Cent garantieren dass er bei den richtigen Leuten ankommt.

Wir bleiben bis Samstag mit einigen Leuten vor Ort und helfen weiter. Wer sich unserem Trupp noch spontan anschließen möchte, kann sich hier melden.

Nach wie vor sammeln und benötigen wir Spenden für die Flutopfer. Wer uns dauerhaft unterstützen will, kann sich hier den Mitgliedsantrag herunter laden. Mit 5€ im Monat seid ihr schon dabei.

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